Psychiatrie-Politik für ein inklusives Hamburg
Die Hamburgische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e. V. (HGSP) tritt ein für die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Bei uns engagieren sich Profis, Erfahrene und ihre Angehörigen für eine soziale Psychiatrie.
Soziale Psychiatrie steht für eine Psychiatrie, die die wohnortnahe medizinisch-psychiatrische Versorgung, die Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation, die Einbindung von Bezugspersonen, soziale und kulturelle Angebote sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ins Zentrum stellt.
Die HGSP ist ein Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP).
News
Unabhängige Teilhabeberatung
Ratsuchende können sich bei allen Fragen rund um das Thema Teilhabe an unsrere Beratungsstelle wenden: Gesundheit und Wohnen, Bildung, Arbeit und Beruf, Freizeit und Kultur, Assistenz und Betreuung, Familie und Partnerschaft u. v. m.
Telefon: 040 – 22 61 48 61 – 0 | E-Mail: teilhabeberatung@dgsp-hamburg.de
Auf die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind wir besonders spezialisiert.
Fortbildungen
5. – 7. November 2026
DGSP Jahrestagung 2026 – Mangel verwalten? Beziehung gestalten – Haltung entfalten
Liebe Tagungsteilnehmer:innen,
wie können wir Mangel begegnen? In der täglichen Arbeit, im Umgang mit Ressourcen, mit Finanzen und Kostenträgern sowie in unserem Alltag als Mensch? Es ist ein zunehmend defizitäres Verständnis über den „richtigen“ Umgang mit den angeblich „Schwächsten“ unserer Gesellschaft zu beobachten – und gerade diesen gilt es in den Blick zu nehmen. Der Umgang mit einer Ressourcenverteilung, die für uns alle tragfähig ist, muss ein Thema sein, über das wir uns austauschen und vernetzen. Unsere diesjährige Tagung in Mainz soll Mut machen, Denkanstöße liefern und umsetzbare Ideen sowie Projekte für den Alltag vorstellen.
Lasst uns gemeinsam über Haltung sprechen! Eine Haltung die Beziehung möglich macht und trägt. Eine Haltung, die in Zeiten von Krisen, Mängeln und den Zwängen prekärer Versorgungsstrukturen wichtig ist und eine Haltung zu sich selbst, um selbstwirksam zu bleiben. Das ist uns ein wichtiges Anliegen und dafür wollen wir gemeinsam mit den Referierenden und in Workshops aktiv werden, Zeichen setzen und Anstöße entwickeln.
An drei Veranstaltungen werden wir die aktuelle Versorgung aus trialogischer Perspektive beleuchten und dabei Erkenntnisse aus Forschung, Theorie und Praxis einfließen lassen. Wir wollen das Gespräch mit den Kostenträgern und Behörden suchen, die uns oft in der Praxis als nicht erreichbar oder ansprechbar erscheinen. Wir möchten darüber diskutieren, was die gemeinsame Gestaltung einer guten Versorgung erschwert und wie wir dazu stehen.
Menschen brauchen soziale Beziehungen und Ermöglichungsräume, dafür und für neue Ideen und Vorschläge wollen wir uns mit euch in Mainz treffen: (Nicht nur) Mangel verwalten, (sondern) Beziehung gestalten und gemeinsam Haltung entfalten!
Dabei verstehen wir uns als eine trialogische Verantwortungsgemeinschaft, die zusammen die psychiatrische Landschaft gestalten möchte. Wir müssen uns gegenseitig stärken, Selbstwirksamkeit entfalten und in Beziehung sein, dafür kommen wir zusammen.
Von der Tagung soll eine politische Botschaft in Form einer Resolution ausgehen. Diese wird in einem Workshop ausgearbeitet, um sie am Ende der Tagung sowohl den Teilnehmenden als auch dem DGSP-Vorstand mitzugeben.
Wir freuen uns auf Euch/Sie!
Mainz
» mehr Informationen und Anmeldung
Ab März 2027
SPZA
Ab März 2027 startet ein neuer Kurs der Sozialpsychiatrischen Zusatzausbildung in Hamburg. Maarit Belz und Birte Kruse übernehmen den Kurs. stattfinden wird er über 800 Stunden in 2,5 Jahren. Die Präsenzveranstaltungen werden an Wochenenden ab Freitag stattfinden. Mehr Informationen findet ihr bald hier und auf der Seite der DGSP.
Nach Abschluss dieser Weiterbildung kannst du unterschiedliche Problemlagen eigenverantwortlich in deinem sozialpsychiatrischen Berufsalltag steuern und bearbeiten. In einem Zeitraum von 2,5 Jahren liegt neben der vielfältigen Wissensvermittlung der Schwerpunkt auf Hospitationen, Praktika und einem von dir entwickelten Praxisprojekt. Im gruppenorientierten und trialogischen Austausch, über Gastvortragende und Exkursionen entwickelst du eine gemeindepsychiatrische Haltung.
An unterschiedlichen Orten in Hamburg
Mehr Informationen und Anmeldung
04. / 05. März 2027
Um klar zu sehen genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung
In unserer Kultur sind wir Meister darin, Probleme und Defizite zu benennen. Wir gehen von der Annahme aus, dass die genaue Kenntnis eines Problems automatisch zu Lösungen führt. Leider führt die intensive Beschäftigung mit Problemen oft zu einer Art »Problemtrance«: Man bleibt im Problem hängen, und der Blick für Ressourcen, Möglichkeiten und Kompetenzen wird getrübt. Das gilt sowohl für den privaten Lebensbereich als auch für den Umgang mit Betreuten und Mitarbeitenden in Arbeitszusammenhängen. Eine ressourcenorientierte Arbeitsweise stellt das Potenzial und die Stärken der Klientel in den Mittelpunkt und stößt dabei mitunter auf überraschende Einsichten. Im Zentrum stehen dabei strukturierte und leicht umsetzbare Gesprächstechniken, die sofort für Entspannung sorgen, weil sie diese in ihrer Eigenständigkeit und Kreativität ansprechen. Der Handlungszwang, den viele Profis verspüren (»Dafür muss ich doch jetzt eine Lösung haben«), wird relativiert, und es können Leichtigkeit und Humor entstehen. Die ressourcenorientierte Arbeitsweise gibt Ihnen Anregungen für die Arbeit mit sehr verschiedenen Menschen sowie für die konstruktive Arbeit im Team
Elsa Brändström Haus
» mehr Informationen und Anmeldung
Was ist Soziale Psychiatrie?
Eine Psychiatrie, die die wohnortnahe medizinisch-psychiatrische Versorgung, die Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation, die Einbindung von Bezugspersonen, soziale und kulturelle Angebote sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ins Zentrum stellt. Soziale Psychiatrie berücksichtigt auch die Teilhabe am Arbeitsleben.