Gemäß ihrem Grundsatz „Psychiatrieentwicklung durch Weiterbildung!“ hat die DGSP seit vielen Jahren ein umfangreiches Fortbildungsangebot zu altbewährten und aktuellen Themen. Es richtet sich an Mitarbeitende psychiatrischer Arbeitsfelder, an Menschen mit Psychiatrieerfahrung und deren Angehörige.
Ziel der DGSP-Fortbildungen ist es, Beschäftigte aus allen Bereichen und Berufsgruppen der Psychiatrie zu befähigen und zu ermutigen, sozialpsychiatrische Inhalte im Arbeitsalltag umzusetzen und so zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Psychiatrie beizutragen.
Mitglieder des DGSP können vergünstigt an den Fortbildungen teilnehmen.
Fortbildungen in Hamburg
18. / 19. Mai 2026
Empathie, Mitgefühl und Abgrenzung in der sozialpsychiatrischen Begleitung [Warteliste]
Im empathischen Zustand nähere ich mich der inneren Erlebensperspektive eines Menschen, um dessen gegenwärtiges In-der-Welt-Sein möglichst gut nachempfinden zu können. Mitgefühl fügt diesem Einfühlen noch eine besondere, von eher kognitivem Verstehen geprägte Sensibilität für das Leid des Gegenübers hinzu, verbunden mit dem Wunsch, es zu lindern oder zu verhindern. Ich lasse dem Anderen Wohlwollen und Hilfsbereitschaft zuteilwerden, so gut mir das jeweils möglich ist. Mitgefühl kann kultiviert werden und ist eher eine kognitiv-geistige Ausrichtung als reine Emotion. So angewandt bewahrt uns Mitgefühl (in diesem Verständnis) vor dem emotionalen Ausbrennen und einer Burnout-Entwicklung.
Wir sind in zugewandter Verbindung mit den Problemen und dem Leiden der Klienten, doch verschmelzen nicht mit ihm, finden eine passende Abgrenzung und bleiben handlungsfähig.
Elsa Brändström Haus
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7. / 8. September 2026
Psychische Erkrankung und Drogenmissbrauch
Der Gebrauch von legalen wie illegalen Drogen ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet. Insbesondere der Konsum von Alkohol und Cannabis zeigt sich als ein zunehmendes Problem auch in psychiatrischen Einrichtungen. Häufig ergibt sich hier eine Wechselwirkung zwischen Krankheit und Drogenkonsum. Auf der einen Seite ist der Wunsch nach schneller Linderung des psychischen Leids eine wichtige Motivation und Legitimation des Konsums, der jedoch oft das Risiko eines Anstiegs der psychischen Probleme in sich birgt. Auf der anderen Seite zeigen die Betroffenen unter Drogeneinfluss weniger Bereitschaft zur Mitarbeit und bleiben von bestimmten therapeutischen Maßnahmen ausgeschlossen. Auch die Helfenden bleiben von Ambivalenzen nicht unberührt. Hierzu gehört das Verständnis für die Motive des Drogenkonsums oder eines Rückfalls bei gleichzeitigem Wissen um die mögliche langfristige Verschlimmerung der psychischen Erkrankung: »therapeutisches Verstehen« vs. »pädagogische Notwendigkeiten«
Elsa Brändström Haus
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5. / 6. Oktober 2026
Borderline-Persönlichkeitsstörung und DBT – Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten
Menschen mit einer (Borderline-)Persönlichkeitsstörung bringen sich selbst und andere oft an die Grenze des Erträglichen.
Impulsives, selbstverletzendes und unberechenbares Verhalten macht den Umgang schwer – auch für die Betroffenen selbst.
Im Seminar geht es darum, das Störungsbild zu erkennen, Hintergründe zu verstehen und hilfreiche Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.